Corona-Blog

 
 
 
Sehr geehrte Damen und Herren,
liebe Geschwister,
wir erleben derzeit eine extreme Ausnahmesituation, die allen viel abverlangt. Der Staat versucht mit den ihm zur Verfügung stehenden Mitteln die Verbreitung des Coronavirus einzudämmen. Dabei unterstützen wir ihn nach Kräften, auch wenn das mitunter Maßnahmen von uns fordert, die für unsere Kirche nur schwer auszuhalten sind. So zum Beispiel, dass wir derzeit keine Gottesdienste gemeinsam in Kirchen feiern können. Das trifft mitten ins protestantische Herz.
Aber jetzt geht es um Grundlegendes. Es geht um Fürsorge, Lebensschutz und Solidarität – Werte, für die nicht zuletzt der christliche Glaube steht.
 
Nach Beratung mit den Superintendentinnen und Superintendenten der Evangelischen Kirche im Rheinland empfiehlt das Landeskirchenamt in diesem Sinne:
 
Offene Kirchen
Wir wissen um den Wert von offenen Kirchen, die Menschen gerade in Krisenzeiten zu Einkehr und Gebet aufsuchen können. Aber angesichts von Ausgangssperren und Einlassbeschränkungen zu Geschäften, wie es sie anderenorts bereits gibt, scheint es uns sinnvoll, Kirchengebäude für den Publikumsverkehr zu schließen, um Infektionsmöglichkeiten weiter zu minimieren. Dies empfehlen wir den Kirchengemeinden ausdrücklich. Wo solche Schließungen bereits von den Gesundheitsbehörden bereits verfügt wurden, sind diese strikt zu achten.
 
Trauerfeiern/Bestattungen
Für Trauerfeiern/Bestattungen gibt es regional offenkundig noch recht unterschiedliche Einschränkungen. Wir empfehlen, dass in Friedhofskapellen und Trauerhallen keine Trauerfeiern mehr abgehalten werden. Stattdessen soll es ohne einen vorherigen Trauerzug am offenen Grab die Zeremonie geben, an der maximal zehn Personen teilnehmen dürfen. Gibt es vor Ort restriktivere Regelungen, sind diese strikt zu beachten. Es ist eine gute Idee, mit allen, die jetzt nicht an Bestattungen teilnehmen können, später im Jahr noch einmal einen Gottesdienst zu feiern – etwa so, wie wir am Ewigkeitssonntag an Verstorbene erinnern.
 
Konfirmationen, Trauungen und Taufen
Die EKD-Gliedkirchen sind übereingekommen, die Konfirmationen zu verschieben. Schon in der vergangenen Woche haben wir den Presbyterien empfohlen, dass sie nach Ausweichterminen nach den Sommerferien suchen. So schaffen wir für die Konfirmandinnen und Konfirmanden mit ihren Familien relative Planungssicherheit. Von der Aussetzung der Gottesdienste sind auch Trauungen und Taufen betroffen. Sie müssen verschoben werden.
 
Einführung der neugewählten Presbyterinnen und Presbyter
Nach Beratung mit den Superintendentinnen und Superintendenten hat das Kollegium des Landeskirchenamtes heute Vormittag einen Auslegungsbeschluss gefasst, auf dessen Grundlage die notwendige Einführung der neugewählten Presbyterinnen und Presbyter, die am 22. bzw. 29. März in den obligatorischen Gottesdiensten hätte stattfinden sollen, vollzogen werden kann. Die dafür zuständigen Kreissynodalvorstände werden jetzt jeweils diese Beschlüsse fassen und die Gemeinden über das Verfahren informieren. Zudem werden wir rechtssichere Regelungen schaffen, um die Ämter der Presbyterien besetzen zu können. Auch über rechtliche Lösungen z. B. für anstehende Pfarrwahlen, die derzeit nicht mit einem vorgeschriebenen Gottesdienst stattfinden können, beraten wir in diesen Tagen.
 
Liebe Geschwister,
in allen Mühen und Sorgen dieser Tage erleben wir zugleich auch, wie fantasievoll, mutig und fröhlich Gemeinden in der gesamten Evangelischen Kirche im Rheinland nun Gottesdienst in anderer Form feiern: Hausgottesdienste ganz analog mit Liturgiezetteln, Gottesdienste und Andachten digital via YouTube und Facebook. Wir haben und wir finden Formen der Gemeinschaft. Wir sind und bleiben Gemeinde. Und wir tun trotz aller Restriktionen das, was unsere Aufgabe ist: Wir tragen die gute Botschaft in die Welt, dass Gott, der Vater Jesu Christi, uns Menschen liebt und alle Tage bei uns ist.
 
Mit freundlichen Grüßen
 
Dr. Johann Weusmann
Vizepräsident
Evangelische Kirche im Rheinland
Landeskirchenamt
 
 
Stand: 17. März 2020, 17.30 Uhr.

 

 
 
 
Sehr geehrte Damen und Herren,
liebe Geschwister,

schon am gestrigen Sonntag haben viele Gemeinden in der Evangelischen Kirche im Rheinland Ideenreichtum und Flexibilität gezeigt und dort, wo keine Gemeindegottesdienste vor Ort stattfinden konnten bzw. durften, gottesdienstliche Angebote via Internet gemacht und so den Menschen die Gelegenheit zum Mitfeiern gegeben. Vielen Dank für Ihren großen Einsatz.

Morgen früh kommen die Superintendentinnen und Superintendenten unserer Kirche per Videokonferenz zusammen, um sich nicht zuletzt vor dem Hintergrund des gerade angekündigten bundesweiten Verbots von Gottesdiensten mit uns über das weitere Vorgehen zu beraten. Dabei werden auch Fragen rund um die anstehenden Einführungen der neuen Presbyterien geklärt.

Auf der Seite www.ekir.de/corona aktualisieren wir seitens des Landeskirchenamts fortlaufend Empfehlungen, rechtliche Hinweise etc. In Kürze wird dort auch eine Ideenbörse online sein, damit Sie Ihre guten Ideen teilen können, mit denen wir auch in Zeiten eingeschränkter sozialer Kontakte nah bei den Menschen bleiben.
 
Seelsorge in Zeiten von Corona
In Krisenzeiten wie diesen ist die Seelsorge wichtiger denn je. Weil soziale Kontakte möglichst vermieden werden sollen, stellt sich die Frage, wie der seelische Beistand aufrechterhalten werden kann. Chancen bieten dabei vor allem das Telefon und die digitalen Medien. Wir haben eine erste Übersicht dazu ins Netz gestellt.
 
Gemeindegottesdienste als Online-Gottesdienste
Mit Blick auf Gottesdienste und Andachten bieten sich Online-Möglichkeiten an. Wir haben  zusammengestellt, was in verschiedenen „Ausbaustufen“ möglich und sinnvoll ist. Dabei ergeben sich auch datenschutzrechtliche Fragen. In diesen schwierigen Zeiten scheint uns aber die Beantwortung der Frage, wie wir nah bei den Menschen bleiben, wichtiger als der Datenschutz zu sein. Die Zusammenstellung finden Sie hier.
 
Online-Kollekten
Wenn Gottesdienste ausfallen, fallen auch die Kollekten weg. Wir arbeiten aber zurzeit daran, dass Besucherinnen und Besucher der Online-Gottesdienste während oder nach dem Gottesdienst online ihre Kollekte geben können. Dazu wird ein Link zur Seite der KD-Bank eingeblendet, auf der dann die jeweiligen Kollektenzwecke zu sehen sind.
 
Trauerfeiern/Bestattungen
Bei anstehenden Bestattungen sollen die Trauerfeiern nur noch im allerengsten Familienkreis stattfinden – und das auch nur unter freiem Himmel. Auf jeden Fall müssen die behördlichen Vorgaben der jeweiligen Kommunen befolgt werden. Auch wenn uns der Gedanke bislang noch nicht vertraut ist: Wir überlegen, ob es sinnvoll und praktikabel ist, oben beschriebene digitale Wege zu nutzen, um andere Menschen, die nicht zum allerengsten Familienkreis gehören, an der Feier teilnehmen lassen zu können.
 
Arbeitsrechtliche Fragen
Die Antworten auf die wichtigsten arbeitsrechtlichen Fragen haben wir in einem entsprechenden Merkblatt zusammengestellt. Sie finden es hier.

Nach wie vor sind viele Dinge im Fluss, so dass diese E-Mail auch nur einen Ist-Stand beschreibt. Wir bleiben in Kontakt. Und am wichtigsten: Auch wenn wir nicht in einem Gebäude gemeinsam Gottesdienst feiern und regelmäßig in Gruppen und Kreisen treffen, bleiben wir Gemeinde und Gemeinschaft. Lassen Sie uns gemeinsam daran arbeiten, mit den Menschen auf vielen Wegen in Kontakt zu bleiben!
 
Mit freundlichen Grüßen
 
Dr. Johann Weusmann
Vizepräsident
Evangelische Kirche im Rheinland
Landeskirchenamt
 
 
Stand: 16. März 2020, 16.30 Uhr.
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