Corona-Blog

 
 
 

Sehr geehrte Damen und Herren,
liebe Geschwister,

schon der heutige Gründonnerstag mit einer Hausandacht via Videokonferenz statt gemeinsam im großen Saal des Landeskirchenamts fühlt sich so anders an: In diesem Jahr begehen wir die vor uns liegenden Feiertage in einer nie dagewesenen Ausnahmesituation ohne Präsenz-Gottesdienste in unseren Kirchen.

Angesichts der geschlossenen Kirchen ist das nicht nur mit Blick auf die alternativen Wege der Verkündigung der frohen Oster-Botschaft, die Sie in den Kirchenkreisen und -gemeinden gefunden haben, eine Herausforderung. Die Situation ist auch für unser eigenes Lebensgefühl und Glaubensleben ein Angang. Jedenfalls empfinde ich das so. Und ich weiß, dass auch unsere jüdischen Geschwister, deren Pessachfest gestern Abend begonnen hat, mit den Einschränkungen für das religiöse Leben emotional sehr zu kämpfen haben.


 

Bereitschaftstelefon in Krisenzeiten

Der Evangelische Verband Kirche-Wirtschaft-Arbeitswelt e. V. (KWA) bietet ab sofort ein Bereitschaftstelefon für alle Menschen an, die durch die Folgen der Corona-Krise in ihrer beruflichen und wirtschaftlichen Situation in besonderer Weise betroffen sind. Unter der Rufnummer 0800 3301515 erreichen Ratsuchende Mitarbeitende des Verbandes, die den Kontakt zu Seelsorgerinnen und Seelsorgern aus dem Bereich der EKD herstellen. Das Bereitschaftstelefon ist von 10 bis 22 Uhr besetzt. Hilfe am Telefon gibt es nach wie vor auch bei zahlreichen Beratungsstellen der rheinischen Kirche.


 

Aktualisiert: Arbeitsrechtliche Fragen

Die Hinweise zu arbeitsrechtlichen Fragen im Zusammenhang mit Corona sind heute aktualisiert worden. Dabei geht es um Regelungen, wenn die notwendige Betreuung von Kindern zu Verdienstausfall führt.


 

Chatandacht zur Todesstunde Jesu

Zur Todesstunde Jesu findet am morgigen Karfreitag eine Andacht auf chat.ekir.de statt. Ohne vorherige Anmeldung können Interessierte in den Chat gehen und an der Andacht teilnehmen. Der Chat wird um 15 Uhr freigeschaltet. Die interaktive Andacht gestalten Pfarrerin Maike Roeber aus Trier und Pfarrer Ralf Peter Reimann aus Mülheim/Ruhr.


 

Ostergottesdienst in Gebärdensprache übersetzt

Am Ostersonntag ist auf www.ekir.de eine Gottesdienst-Übertragung aus der Wuppertaler Philippuskirche zu sehen. Der interaktive Live-Stream startet um 10.45 Uhr, der Gottesdienst beginnt um 11 Uhr. Es predigt Präses Manfred Rekowski. Dieser Gottesdienst wird simultan in Gebärdensprache übersetzt. Bitte machen Sie gerne gehörlose oder hörbehinderte Menschen in Ihrem Umfeld auf dieses Angebot aufmerksam. Bereits jetzt können Fürbitten mit dem Betreff „OsterGodi“ versehen per E-Mail an Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! geschickt oder mit dem Hashtag #OsterGodi bei Twitter gepostet werden. Über eine Social-Media-Wall ist eine Beteiligung auch während der Übertragung selbst möglich.


 

Musikalische Pausen an den Feiertagen

Orgelmusik für zu Hause gibt es übrigens aus der Konstantin-Basilika in Trier: Kantor Martin Baumbauer hat für jeden Tag vom heutigen Gründonnerstag bis Ostermontag ein anderes Orgelstück eingespielt. Die Musikvideos sind über YouTube abrufbar und können zum Beispiel in der persönlichen Andacht eingesetzt werden.


 

Liebe Geschwister,

ohne Zweifel wird sich das diesjährige Osterfest anders anfühlen. Für manche, das höre ich an vielen Stellen, fühlt es sich derzeit eher wie ein langer Karfreitag an. Mir ist aber ein Abschnitt aus unserer österlichen Zeitungsbeilage, die heute erschienen ist, im Kopf und Herzen geblieben. Dort schreibt der Journalist und Prädikant Ekkehard Rüger:

Der Satz von Karfreitag ist nicht ,Alles wird wieder gut‘, sondern ‚Ich bin da‘. Ich bin da, auch wenn die Not- und Todesfälle zahl- und namenlos werden, weil sie schier nicht mehr zu bewältigen sind. Ich bin da, auch wenn niemand anderes an deiner Seite steht, denn ich kenne dich. Auch dein Name steht im Himmel geschrieben.“

Mögen wir spüren, dass Gott auch in diesen Zeiten an unserer Seite ist. Und möge die Osterbotschaft des Auferstandenen unsere Herzen erreichen: Nicht der Tod hat das letzte Wort, sondern das Leben!

 

In diesem Licht wünsche ich Ihnen gesegnete Feiertage

Ihr
Dr. Johann Weusmann
Vizepräsident
Evangelische Kirche im Rheinland
Landeskirchenamt

www.ekir.de/klingelbeutel

Stand: 9. April 2020, 15 Uhr.

 

 
 
 
Sehr geehrte Damen und Herren,
liebe Geschwister,

ich komme heute erneut auf das Thema Kollekte zu sprechen. Es liegt mir sehr am Herzen, weil hier Nächstenliebe konkret wird, wie Präses Manfred Rekowski in einem Video heute deutlich gemacht hat. 50.000 bis 70.000 Euro gehen an einem gewöhnlichen Sonntag in den Gottesdiensten an Kollekten ein – Gelder, die die Projekte, für die gesammelt wird, fest eingeplant haben. Nun, da die Gottesdienste in unseren Kirchen abgesagt sind, bleiben auch die Klingelbeutel im Schrank. Mit verheerenden Folgen für die Projekte: Ihnen brechen die Finanzmittel, die sie durch die Kollekten erwarten konnten, weg.

Deswegen ist die Online-Kollekte so wichtig. Mit dem digitalen Klingelbeutel ist sie ganz einfach möglich. Und sie geht zudem zu jeder Zeit. In Kooperation mit der KD-Bank haben wir jetzt auch die Möglichkeit geschaffen, per PayPal oder Kreditkarte zu zahlen. Nutzen Sie den digitalen Klingelbeutel bei Ihren Gottesdienststreamings und weisen Sie auf Ihrer Homepage auf ihn hin. Entsprechende Vorlagen finden Sie hier. Denn die Kollekte gehört zum Glauben, sagt Präses Rekowki.
 
Minister Reul bedankt sich bei der Polizeiseelsorge
Nordrhein-Westfalens Innenminister Herbert Reul hat sich bei der Polizeiseelsorge für ihren Einsatz in der Corona-Krise bedankt. Ihm sei klar, wie viel den Kolleginnen und Kollegen derzeit abverlangt werde, heißt es in einem persönlichen Schreiben an den Leitenden Landespolizeipfarrer Dietrich Bredt-Dehnen. Wörtlich schreibt Reul: „Da ist es ist gut zu hören, dass Sie und die gesamte Polizeiseelsorge denjenigen zur Seite stehen, die ein offenes Ohr oder konkrete Hilfe in diesen Tagen und Wochen benötigen.“ Die Polizeiseelsorgerinnen und Polizeiseelsorger unserer Kirche halten per Telefon, Mail und über Videokonferenzen verlässlich Kontakt zu den Polizistinnen und Polizisten. Nur in besonders kritischen Einsatzlagen sind sie gemeinsam mit den polizeilichen Kriseninterventionsteams vor Ort, um sie zu betreuen.
 
Abläufe von Kreissynodal- und Presbyteriumssitzungen
Mit der Corona-Pandemie ist die Arbeit in den Kreissynodalvorständen und den Presbyterien deutlich eingeschränkt. Das betrifft besonders die Sitzungen und die Frage, wie Entscheidungen getroffen werden können, ohne persönlich anwesend zu sein. Was alles möglich ist, zeigen die aktualisierten Hinweise zu Abläufen im Kreissynodalvorstand und im Presbyterium. Sie können hier abgerufen werden.
 
Glockenläuten zu Ostern
Die evangelischen und katholischen Kirchen in Nordrhein-Westfalen rufen ihre Gemeinden auf, am Ostersonntag von 9.30 bis 9.45 Uhr die Glocken zu läuten – als öffentlich wahrnehmbarer Ausdruck der österlichen Freude über den Sieg des Lebens gerade in Zeiten der Corona-Krise. Wir laden die Presbyterien ein, diesen Aufruf in evangelischer Freiheit aufzugreifen und dabei auch im Blick zu haben, was vor Ort mit lokalen ökumenischen Initiativen verabredet werden kann.
 
Zum Schluss noch eine Anmerkung zu unserem E-Mail-Verteiler: Der Corona-Newsletter wird an alle rund 15.000 ekir.de-Mailadressen verschickt. Bei den vergangenen Rundmails sind aufgrund eines Fehlers unseres Newsletter-Dienstleisters rund 350 Mails nicht zugestellt worden. Wir bitten dafür um Entschuldigung. Dieser Fehler ist nun behoben, so dass jetzt alle Adressatinnen und Adressaten erreicht werden sollten. Alle Corona-Newsletter können Sie auch hier nachlesen.
 
In diesem Sinne grüße ich Sie herzlich

Ihr

Dr. Johann Weusmann
Vizepräsident
Evangelische Kirche im Rheinland
Landeskirchenamt
 
 
Stand: 2. April 2020, 15.55 Uhr.

 

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