Andacht

 

Wochenspruch

Ich bin der gute Hirte. Meine Schafe hören meine Stimme, und ich kenne sie, und sie folgen mir; und ich gebe ihnen das ewige Leben.
Johannes 10, 11a. 27-28a

 

Psalm 23

1 Ein Psalm Davids. Der HERR ist mein Hirte, mir wird nichts mangeln.
2 Er weidet mich auf einer grünen Aue und führet mich zum frischen Wasser.
3 Er erquicket meine Seele. Er führet mich auf rechter Straße um seines Namens willen.
4 Und ob ich schon wanderte im finstern Tal, fürchte ich kein Unglück; denn du bist bei mir, dein Stecken und Stab trösten mich.
5 Du bereitest vor mir einen Tisch im Angesicht meiner Feinde. Du salbest mein Haupt mit Öl und schenkest mir voll ein.
6 Gutes und Barmherzigkeit werden mir folgen mein Leben lang, und ich werde bleiben im Hause des HERRN immerdar.

 

Ehr sei dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geist
Wie es war im Anfang, jetzt und immerdar
Und von Ewigkeit zu Ewigkeit. Amen.

 

Evangelium für den Sonntag Misericordias Domini

Johannes 10, 11-16+27-30

Jesus, der gute Hirte

11 »Ich bin der gute Hirte. Ein guter Hirte ist bereit, sein Leben für die Schafe herzugeben. 12 Einer, der gar kein Hirte ist, sondern die Schafe nur gegen Bezahlung hütet, läuft davon, wenn er den Wolf kommen sieht, und lässt die Schafe im Stich, und der Wolf fällt über die Schafe her und jagt die Herde auseinander. 13 Einem solchen Mann, dem die Schafe nicht selbst gehören, geht es eben nur um seinen Lohn; die Schafe sind ihm gleichgültig. 14 Ich bin der gute Hirte. Ich kenne meine Schafe, und meine Schafe kennen mich, 15 genauso, wie der Vater mich kennt und ich den Vater kenne. Und ich gebe mein Leben für die Schafe her. 16 Ich habe auch noch Schafe, die nicht aus diesem Stall sind. Auch sie muss ich herführen; sie werden auf meine Stimme hören, und alle werden eine Herde unter einem Hirten sein. 27 Meine Schafe hören auf meine Stimme. Ich kenne sie, und sie folgen mir, 28 und ich gebe ihnen das ewige Leben. Sie werden niemals verloren gehen, und niemand wird sie aus meiner Hand reißen. 29 Mein Vater, der sie mir gegeben hat, ist größer als alles; niemand kann sie aus der Hand des Vaters reißen. 30 Ich und der Vater sind eins.«

 

Gedanken zum Evangelium

Im Evangelium für heute spricht Jesus davon, dass seine Schafe, seine Stimme kennen und erkennen. So vertraut ist ihnen seine Stimme. Ein Hirte ist jeden Tag bei seiner Herde. Mehrmals täglich spricht er mit ihnen. Oft waren Hirten einsam, ich kann mir also vorstellen, dass sie deshalb auch ganz normal mit ihren Schafen gesprochen haben, als wären es Menschen. Aber es ist nicht nur die Stimme, die dabei wichtig ist. Es ist auch die Erfahrung der Schafe, dass dieser Hirte ihnen guttut. Dass er sie zu grünen Wiesen und frischem Wasser führt, dass er auf sie aufpasst.

Ich finde den Gedanken schön, dass ich Jesus Stimme aus dem Gewirr der vielen Meinungen und Ratschläge raushören kann. Ich weiß nur leider nicht, ob das auch tatsächlich immer so ist. Es erfordert Zeit, zu so einer Vertrautheit zu kommen. Und es erfordert Vertrauen auch darauf zu hören.

Eine Schafherde grast an auf einer Wiese so lange, bis der Hirte sie woanders hinführt. Sie brauchen den Hirten, der den Weitblick hat, der den Überblick behält. Er führt sie zu frischem Wasser und grünen Wiesen. Sie gehen nicht freiwillig, sie sind Gewohnheitstiere, wie wir Menschen. Aber ihrem Hirten folgen sie, wenn sie erfahren haben, dass er es ihnen Gutes tut.

Wen rufen Sie an, wenn Sie Rat suchen oder Zuspruch? Wem vertrauen Sie sich an? Wer ist ihr Hirte?

In manchen gesellschaftlichen Reaktionen ist zu erkennen, dass für viele Menschen ihr Hirte die Angst oder der Egoismus geworden ist. Auch mir wird manchmal mulmig, wenn ich in die Zukunft blicke. Niemand weiß, was uns dieses Virus noch bringt, wie es mit der Wirtschaft weitergeht und wie das Wetter der Natur zu schaffen machen wird. Ich möchte mich dann immer wieder an Jesu Worte erinnern und auf seine Stimme hören, wenn er sagt: „Macht euch keine Sorgen um den nächsten Tag! Der nächste Tag wird für sich selbst sorgen. Es genügt, dass jeder Tag seine eigene Last mit sich bringt.“(Matthäus 6,34)

Amen.

 

Liedstrophe

  1. Herr du sprichst zu uns vom Leben,
    willst uns Kraft und Hoffnung geben,
    einen Glauben, der uns hält.
    Gib uns Ohren, die verstehen,
    gib uns Augen, die dich sehen
    und ein Herz für deine Welt.
    Herr, dein Wort in unsern Zeiten
  1. will uns stärken und begleiten.
    Danke, Herr, dass du uns liebst.
    Lass dich bitten, uns zu segnen,
    dir im Glauben zu begegnen
    durch den Geist, den du uns gibst.

Liederbuch: Lieder zwischen Himmel und Erde 232

 

VaterUnser

Vater unser im Himmel
Geheiligt werde dein Name.
Dein Reich komme.
Dein Wille geschehe,
wie im Himmel, so auf Erden.
Unser tägliches Brot gib uns heute.
Und vergib uns unsere Schuld,
wie auch wir vergeben unsern Schuldigern.
Und führe uns nicht in Versuchung,
sondern erlöse uns von dem Bösen.
Denn dein ist das Reich
und die Kraft und die Herrlichkeit
in Ewigkeit.

Amen.

 

Segen

Der Herr segne dich und behüte dich.
Der Herr lasse sein Angesicht leuchten über dir uns sei dir gnädig.
Der Herr erhebe sein Angesicht auf dich und schenke dir Frieden.

Amen.

Zum Seitenanfang
JSN Boot template designed by JoomlaShine.com

Wir nutzen Cookies auf unserer Website. Einige von ihnen sind essenziell für den Betrieb der Seite, während andere uns helfen, diese Website und die Nutzererfahrung zu verbessern (Tracking Cookies). Sie können selbst entscheiden, ob Sie die Cookies zulassen möchten. Bitte beachten Sie, dass bei einer Ablehnung womöglich nicht mehr alle Funktionalitäten der Seite zur Verfügung stehen.